Beschreibung verschiedener Gewebearten

In dieser Kategorie finden Sie die gängigsten Gewebetechniken der Bekleidungsbranche dieser, aber auch vergangener Tage die nur noch selten zum Einsatz kommen. ...

Oberflächenbilder mit Durchbruch- und Lochmusterungen in feiner Netzoptik.

Besonders glattes, rundes und gleichmäßiges Garn, das auch in feineren Garnnummern gesponnen werden kann. In einem vorgeschalteten Arbeitsgang wird das relativ lange Fasermaterial verkämmt, d.h. gut längsorientiert und von Kurzen Fasern gesäubert.

Beim Kammgarnspinnprozess werden die Einzelfasern parallelisiert und die kurzen Fasern ausgekämmt. Das verbliebene Faserband mit längeren Fasern nennt man den Kammzug. Der Kammzug ist ein Vorprodukt zur Kammgarnherstellung.

Ausdruck für in Rhombenform farblich kontrastierende Muster. Heute werden diese Muster überwiegend in Jacquardtechnik hergestellt. Vereinzelt sind Intarsienmuster oder mustermäßig aneinandergekettelte Musterbilder anzutreffen. Diese Muster sind besonders im Strickstrumpf-, Socken- sowie im Pulloverbereich anzutreffen.

Auf Spezial-Flach- oder Rundstrickmaschinen hergestellte Ware, bei der in einem Maschenstäbchen sowohl linke als auch rechte Maschen auftreten können. Auf beiden Warenseiten entsteht das Bild einer linken Warenseite.

Herkunftsbezeichnung für aus Australien stammende Schurwolle. Genießt einen guten Ruf als Faser von hoher Qualität.

Verschiedene, in der Wollflocke unterschiedlich gefärbte Wollen werden vermischt, parallelisiert, verstreckt und versponnen. Hierdurch entsteht die modisch aktuelle Mehrfarbigkeit im Gewebe.

Je nach Lichteinfall mehrfarbig schillernder Stoff. Dies wird erreicht durch verschiedenfarbige Garne in Kette und Schuss.

Ein Zwirn aus verschiedenfarbigen Einzelfäden. Der Farbeffekt wird als Musterungselement benützt.

Eingetragenes Warenzeichen für Leichtgewichtstoffe aus Reiner Schurwolle. Die obere Gewichtsgrenze beträgt 330 g/m. Besondere Kennzeichen von COOL WOOL-Stoffen sind der glatte, kühle Griff, der über eine sogenannte Kahlausrüstung erreicht wird, und der Einsatz feiner, hochgedrehter Garne aus Reiner Schurwolle.

Kleider- und Blusenwaren aus feinen Kammgarnen, einfach oder gezwirnt in offener Einstellung tuchbindig gewebt. Auch als Druckgrundware oft verwendet.

Ware aus hochgedrehten Kreppgarnen mit einem typischen, körnigen Griff und wegen seiner besonderen Elastizität und Sprungkraft auch hervorragenden Trageeigenschaften.

Poröser Stoff mit einer filigranen Netzoptik.

Crespo ist die italienische Bezeichnung für Crepe. Crepegarne haben eine Struktur und sind hochgedreht. Dadurch entsteht der typisch trockene und körnige Griff von Crespo-Stoffen. Crespo-Stoffe sind in der warmen Jahreszeit besonders angenehm zu tragen.

Poröses Gewebe mit einem durch die Panamabindung, einer mehrfädigen Tuchbindung, hervorgerufenen würfelartigen Bindungsbild.

Eine leichtere Variante des Velours mit kürzerem Flor und einer nicht so geschlossenen Decke. Duvetine werden hauptsächlich für Frühjahrsakkos und leichte Übergangsmäntel verarbeitet.

Eine auf Strick- oderWirkmaschinen hergestellte Bindung. Sie ist die Grundform der einflächigen Maschenware. Auf einer Seite sind rechte Maschen und auf der anderen Seite linke Maschen. Diese Bindung weist eine geringe Elastizität auf und wird überwiegend für leichte, dünne Artikel eingesetzt. Der Begriff Single-Jersey steht für Ware, die auf Rundstrick- oder Rundwirkmaschinen als Meterware in Rechts-Links-Bindungen produziert wird.

Leichter, poröser Kammgarnstoff mit einer charakteristischen Scheindreherstruktur.

Eine auf Flach- oder Rundstrickmaschinen hergestellte Bindung. Diese Bindung ist die Grundform der doppelflächigen Strickware. Bei beiden Warenseiten treten die rechten Maschen hervor. Diese Bindung hat eine hohe Querelastizität und hohe Gebrauchsfähigkeit. Besonders bei Pullovern und Jacken eingesetzt.

Auf Flachwirk- und Cottonmaschinen formgerecht hergestellte Waren mit festen nicht geschnittenen Rändern. Die Formgebung entsteht durch Ab- und Zunehmen von Maschen. Im Gegensatz dazu wird bei sogenannter Schnittware die Formgebung durch Zuschneiden aus vorgefertigter Meterware erreicht.

Alle Stoffe mit Rippenoptik (Längs- oder Querrips), die aus feinfädigen Kammgarnen gewebt werden.

Glattes, sehr dichtes Gewebe in einer typischen Steilkörperbindung. Angenehm zu tragender Sommerstoff.

Ware, bei der durch den Einsatz feiner Kammgarne und der typischen Satinbindung ein besonderer Glanz oder Lüster erzielt wird.

Feinfädige, kahl ausgerüstete Kammgarnstoffe mit feinem Seidenstreifen.

Leichte, köperbindige Ware aus feinen, weichen Kammgarnen für Kleider, Blazer, Kostüme, Röcke, Anzüge und Hosen.

Feinfädige, hochgedrehte Garne werden zu einem leichten Stoff verwebt. Besondere Vorzüge: knitterarm, sprungelastisch, kühler, trockener Griff.

Voluminöse, moosige und meist gröbere Garne aus kurzen bis mittellangen Fasern. Typische Streichgarn-Artikel sind Shetland- und Lambswool-Qualitäten.

Der Begriff ist aus der Kunstschreinerei entlehnt. Er bezeichnet mehrfarbige Maschenwaren, bei denen der Faden auf das Feld begrenzt bleibt, für dessen Farbe er steht. Im Gegensatz zu Jacquardware, wo der Faden auf der Rückseite weiterläuft. Zur Herstellung sind spezielle Mustereinrichtungen erforderlich. Besonders häufig ist diese Mustertechnik bei Pullovern und Socken anzutreffen.

Leichtes, poröses Kammgarngewebe in Tuchbindung. Typischer COOL WOOL-Stoff.

Abgeleiteter Begriff aus der Weberei. Er steht für mehrfarbige, meist größer flächige Muster. Kennzeichnend bei Maschenwaren ist die freie Muster- bzw. Farbauswahl jeder Nadel der Vorderseite. Auf der Rückseite wird unterschieden zwischen Körperrückseite, Ringelrückseite und flottierenden Faden. Flottierende Faden sind sinnvollerweise nur bei kleinen Motiven möglich, um diese kurz zu halten. Außerdem sind diese Waren mit flottierenden Fäden voluminöser und weniger elastisch. Durch die vielfaltigen Möglichkeiten ein beliebtes Muster für viele Einsatzbereiche.

Stoff mit einem ausgeprägten Köpergrad. Als Hosenstoff besonders geeignet.